cuma günü 5 haziran 2009
THANX to luitoons.com/Fred/Title/SpuckenTitle.jpg
Wer mich näher kennt, der/die weiß, dass ich seit letztem Jahr im Café einer 'alten Bekannten' gejobbt habe.
Wer mich noch näher kennt, der/die weiß, dass das Betriebsklima unter aller Sau war.
Und egal ob mich wer kennt oder nicht, der/die soll die Gründe dafür erfahren, warum ich heute gekündigt habe.
Jene Frau, die ich bis letztes Jahr als Linke, gar Anarchistin bezeichnet hätte - auf jeden Fall aber als eine von den Guten - führt in ihrem Café ein Regiment nach Art von Zuckerbrot und Peitsche - vergisst dabei aber leider das Zuckerbrot...
So viele Demütigungen wie ich (und meine KollegInnen) in den letzten 10 Monaten erlebt haben, passen auf keine mitteleuropäische Kuhaut: gefühlte einhundertmillionen ungerechtfertigte, wenigstens aber unverhältnismäßige Zurechtweisungen und Anschisse bis hin zu Mobbing vom Feinsten (selbst unter den Angestellten), Lohnkürzungen wegen angeblichen Kassenfehlständen (obwohl ich selbst gezählt hatte und der Kassenstand bei Übergabe korrekt war), Lohnkürzungen wegen wiederholten Fehlberechnungen von Preisen (statt zu sagen: hey - guck mal - hier hast du dir den neuen Preis falsch eingeprägt), Sozialdruck wie er noch nicht mal in der Bibel steht (statt genügend Leute einzustellen und sie angemessen zu behandeln, damit sie nicht nach zwei Wochen heulend wieder davon rennen, werden die anwesenden Angestellten mit dem Verweis auf "sonst muss ich das Café zumachen" dazu gebracht, bis zum Umfallen zu arbeiten), zu erwarten, dass die Angestellten 120% bringen, aber ihnen das Mitdenken zu verbieten.... mir fallen leider noch mindestens 50 andere Beipiele ein - um aber auf den Punkt zu kommen (sorry - ich muss totzdem weiter ausholen):
Vor zwei Wochen bin ich - dank des enorm hohen Sozialdrucks - mit starken Schmerzen (trotz Schmerzmittel) auf Arbeit gegangen und habe mich von Schmerzattacke zu Schmerzattacke gehangelt (was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: ich hatte eine Zahnwurzelentzündung und eine
Trigeminusneuralgie). Weil ich so fertig war, hab ich es nur geschafft zwei Kolleginnen anzurufen, um sie um Vertretung zu bitten (auch wenn ich das in dieser Situation eigentlich NICHT als meine Aufgabe sehe), welche aber beide nicht konnten. Mein Chefin war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Café, war aber der Meinung, nicht einspringen zu können , obwohl sich der Organisationsaufwand dafür in Grenzen gehalten hätte - so dass ich 7,5 Stunden gearbeitet habe, bis meine Schicht vorbei war. Am Ende der Schicht habe ich mir meinen Lohn vom letzten Dienst aus der Kasse genommen, weil meine Chefin nicht in der Lage gewesen war, mir diesen fertig zu machen. Danach traf ich mich mit meinem Bruder bei mir zuhause, weil er mich zum Zahnarzt-Notdienst begleiten wollte. Zuhause legte ich den Lohn auf den Küchentisch. Als ich am nächsten Tag meinen Lohn wegräumen wollte, war da plötzlich ein 20€-Schein zu viel. Meine einzige Erklärung dafür war, dass ich unter den Schmerzen, trotz mehrmaligem Zählens, mit den Scheinen geschusselt hatte und schrieb meiner Chefin eine SMS, ob das Geld in der Kasse fehle und ob, wenn ja, wir das Geld mit dem nächsten Lohn verrechnen können. Sie schrieb mir, dass wir das Geld verrechnen können.
Zwischenzeitlich sprach ich mit einem Freund, ihrem ehemaligen Geschäftsteilhaber, und erwähnte dabei den Gedanken, dass eine zweite Möglichkeit für die Herkunft des Geldes mein Bruder sein könne, der ja an besagtem Tag in meiner Wohnung war (und immer versucht, mich als kleine Schwester zu unterstützen wo er kann) - legte diesen Gedanken aber sofort wieder beiseite, denn warum sollte meine Chefin mich so offensichtlich anlügen??? Besagter Freund hingegen mahnte mich, meinen Bruder doch zu fragen. Gesagt getan: das Geld war von ihm - und meine Chefin hat versucht mich abzuziehn - und diesmal gibt es einen Zeugen - den Geldgeber.
Daher habe ich gekündigt -
denn
für geldgeile asoziale KapitalistInnen arbeite ich nicht!
Der Gerechigkeit halber muss hinzugefügt werden, dass es seit heute (=8.7.) eine Gegendarstellung meiner Chefin und einer ihr sehr wohlwollenden Person gibt, in der alles als ein Mißverständnis dargelegt wird. Ich kann dem nicht ganz Glauben schenken, auch wenn es meine Welt wieder etwas gerade rücken würde.