28.5.2013
gestern war unser 6. Tag in big İstanbul
******Lillybees letzter vollstaendiger Tag hier*****
Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, um noch schnell meine Geburtstagsgeschenke einzulösen:
ein Mittagessen im berühmten Pandeli Restaurant
und
einen Besuch im Hamam
Obwohl das Restaurant auf dem Stadtplan der Webseite des Restaurants sehr gut zu finden war, haben wir in der Wirklichkeit doch eine halbe Stunde gebraucht, um den Eingang zu finden. Wir waren eigentlich genau richtig, sind aber wie die Adler eben noch eine halbe Stunde drumherum gekreist :)
Auf der Suche haben wir jedoch ein Muffinförmchenparadies gefunden, was das Zwölfenherz sicher höher schlagen liesse...
Was wir daraus (inclusive der Suche nach unserem Haus am ersten Tag) gelernt haben:
wenn man etwas nicht findet = immer mal umdrehen und zurück schauen!
Da das Restaurant wesentlich schöner war, als uns (Gossenkindern, die gerne im Billiglokanta essen) das Essen geschmeckt hat, gibt's hier was für die Augen :)
Die Spezialitaet des Pandeli Restaurants ist der vom Holzkohlegrill rauchige Geschmack des Essens. Leider laesst der sich (von unseren haute cuisine-ungeübten Zungen) nur schwerlich von verbranntem Essen unterscheiden :-/
Sehr lecker waren aber all die Dinge, die nicht den Holzkohlegrill passiert haben:
der Salat, der selbstgemachte Ayran, der türkische Kaffee und die hausgebackenen Mandelkekse.
Nach dem Kaffeetrinken haben wir uns noch im Kaffeesatzlesen für Anfaengerİnnen geübt - und ich sage euch:
ALLES WİRD BESSER!
Zu erwaehnen ist noch - und das ist erstaunlich, wo es doch vor wenigen Jahren noch so üblich war - das wohlduftende Zitronenkolonya, welches nach dem Toilettenbesuch oder auch am Ende des Restaurantbesuches gereicht wird. Da ich mich selbst bedient habe, bin ich mit einer angenehmen Dosis 'davon gekommen', Prinzessin Lillybee wurde - wie es sich für eine Prinzessin gehört - jedoch bedient und wurde quasi in Kolonya gebadet :)
Vom Restaurant aus sind wir über den Markt zum Hamam geschlendert.
Nach intensiver und umstaendlicher Suche habe ich dann entdeckt, dass auch 'mein' altes Hamam sich bei Google eingetragen hat und so waren wir dann im Gedik Paşa Hamamı.
Auch dort hat sich so einiges geaendert: die Preise sind drastisch nach oben gefallen (60 YTL für einen Hamambesuch mit Waschen und Massage durch eine Hamamdienerin) und ein Grossteil der tellak hanım war zudem asiatischer Herkunft, was etwas befremdlich wirkte.
Wir aber hatten Glück und wurden von einer ca. 50 jaehrigen wohlgebauten Türkin in Spitzenschlüppi und BH bedient.
Auch wenn das Hamam in vielen Beurteilungen schlecht wegkommt, so mag ich doch genau diesen etwas rüden Stil der viele TourıstInnen scheinbar abstösst. Wer aber in ein Hamam mit mustergültiger Renovierung, Hygiene, Toilettentüren (inzwischen gibt es welche), hübschen, jungen tellak hanım, die beim dich beim Waschen vor Vorsicht kaum anfassen gehen möchte, der sollte sich von diesem Hamam fern halten :P
Auf dem Nachhauseweg haben wir uns diesmal sogar in die Pastane (Konditorei) mit den Marienkaeferküchlein hineingetraut und etwas Süsses gekauft. Und siehe da, drinnen gab's auch grosse Marienis. Nach einer mit grossen Augen aufgenommen Frage auf türkisch, ob ich die Theke fotografieren darf, wurde mir dieses sogar erlaubt :)
Abgerundet haben wir den Abend in Aylıns Cafe bei Tee, Soda mit Zitrone, Kuchen und Spinat.
Da es Lillybees letzter Abend war, haben wir noch Postkarten geschrieben und mit fremden Katzen gekuschelt.











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